Virginische Tabak

(Nicotiana tabacum)
 

Einstufung:  sehr giftig
Giftige Teile:  alle Pflanzenteile
Wirkstoffe:  Nicotin (auch Nornicotin, Anabasin, Nicotyrin)
Folgen einer Vergiftung:  Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwitzen, Kopfschmerzen, Zittern. Bei schweren Vergiftungen auch Kreislaufkollaps, kalter Schweiß, Krämpfe, Bewußtseinsverlust und Herzstillstand

Der Virginische Tabak (Nicotiana tabacum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Tabak in der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Er ist die wirtschaftlich bedeutendste Art der Tabakindustrie und wird in einer Vielzahl von Sorten angebaut. Die Art ist ursprünglich selbst aus einer natürlichen Kreuzung zwischen Waldtabak (Nicotiana sylvestris) und Nicotiana tomentosiformis hervorgegangen.

Der Virginische Tabak ist eine 1 bis 3 m hoch werdende, einjährige Pflanze, die an allen Teilen klebrig behaart ist. Die Stängel sind dick und nur wenig verzweigt. Die größeren Laubblätter werden über 50 cm lang, die Form der Blattspreite ist eiförmig bis elliptisch oder umgekehrt eiförmig. Nach vorn sind die Blätter zugespitzt oder spitz, an der Basis laufen sie am Stängel herab oder sind aufsitzend und stängelumfassend.

Es wird angenommen, dass der Virginische Tabak aus dem westlichen Südamerika stammt, jedoch wurde er schon vor der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus in Mittelamerika und Mexiko eingeführt. Heute wird die Art weit kultiviert und ist gelegentlich als Kulturflüchtling anzutreffen.

Buch zur Giftpflanze: Virginische Tabak