Dieffenbachien

(Dieffenbachia spp. )
 

Einstufung:  sehr giftig
Giftige Teile:  grüne Teile, vor allem Pflanzensaft
Wirkstoffe:  Oxalsäure, Kalziumoxalatkristalle
Folgen einer Vergiftung:  Hautreizung, Brechreiz, Herzrhythmusstörungen bei oraler Einnahme

Die Dieffenbachien (Dieffenbachia) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Die etwa 51 neotropischen Dieffenbachia-Arten sind von Costa Rica bis nach Kolumbien[1] verbreitet. Einige Sorten sind beliebte Zimmerpflanzen, zum einen durch ihre auffällig gezeichneten Blätter und zum anderen dadurch, dass sie auch an schattigen Standorten gedeihen. In tropischen Ländern werden sie auch als Zierpflanzen in Parks und Gärten gepflanzt. Berührungen mit dem Saft der Pflanze können durch die enthaltenen Calciumoxalatkristalle zu Ausschlägen führen.

Dieffenbachia-Arten sind immergrüne, ausdauernde krautige Pflanzen, die manchmal strauchartig groß sind. Der aufrechte bis niederliegende, oft dicke Stängel ist bei älteren Exemplaren oft nur noch im oberen Bereich beblättert. Die wechselständig und meist spiralig angeordneten Laubblätter sind meist deutlich in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die meist großen Blattspreiten sind einfach, eiförmig bis verkehrt-lanzettlich und oft gemustert; einige Sorten sind panaschiert.

Dieffenbachia-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Ihre für Aronstabgewächse typischen Blütenstände fallen nicht einmal durch ihre einzelnen Hochblätter, bei Araceae Spatha genannt, besonders auf. Die haltbare Spatha ist röhrenförmig und etwas eingeschnürt in der Mitte. Die Spatharöhre ist meist stark verlängert, bleibt bis zur Fruchtreife erhalten. Beim zylindrischen Kolben (Spadix) hängt der weibliche Abschnitt eng an der Spatha und die weiblichen Blüten sind relativ locker angeordnet. Die eingeschlechtigen Blüten besitzen keine Blütenhülle. Die weiblichen Blüten besitzen einen Kreis auf vier bis fünf Staminodien.

Im Fruchtstand spaltet sich bei Reife die Spatharöhre auf um die Früchte zu enthüllen. Die bei Reife scharlachroten oder orangefarbenen Beeren stehen am Kolben dicht zusammen.

Buch zur Giftpflanze: Dieffenbachien